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Fahrverbote in Schl.- Holst.

Das Kieler Verkehrsministerium macht Druck auf sogenannte Lkw-Maut-Flüchtlinge: Vom 1. April an werden acht Bundes- und Landstraßen für schwere Lastwagen gesperrt. Der ADAC und der Schleswig-Holsteinische Gemeindetag fordern bereits eine Ausweitung des Verbots.

Für Brummi-Fahrer im Norden wird es eng: Im April werden acht Straßen in Schleswig-Holstein für über zwölf Tonnen schwere Lastwagen gesperrt - darunter stark genutzte Trassen wie die B 75 zwischen Lübeck und Bad Oldesloe, die B 5 rund um Lauenburg und die B 208 im Bereich Ratzeburg.

Die Polizei hat verstärkte Kontrollen angekündigt. Je nach Gewicht des Fahrzeugs drohen Verwarnungsgelder. "In den nächsten Tagen beginnen die Regionalkonferenzen, in denen mit den jeweiligen Gemeinden, Straßenämtern, Polizei und Ordnungsbehörden letzte Details wie das Beschilderungskonzept geklärt werden", sagt Harald Haase vom Kieler Verkehrsministerium.

In den nächsten Monaten stehen im Norden gleich eine ganze Reihe weiterer Streckensperrungen auf der Tagesordnung: Der Schleswig-Holsteinische Gemeindetag (SHGT) hat dem Ministerium eine Beschwerdeliste übermittelt. "Wir haben unsere Mitglieder befragt, welche Orte durch Lkw-Maut-Flüchtlinge besonders leiden", sagt Martin Rosenthal, Verkehrsreferent des SHGT.

Demnach sind vor allem die ostholsteinischen Gemeinden entlang der Autobahn 1 wie Süsel, Pansdorf, Techau und Scharbeutz durch den Ausweichverkehr massiv betroffen.

Im Kreis Segeberg hat die Belastung in Schwissel (an der B 432) und in Bark (an der B 206) angeblich überproportional zugenommen. "In Stormarn hat sich deutlich mehr Lkw-Verkehr auf die B 75 verlagert, vor allem Delingsdorf, Elmenhorst und Tremsbüttel sind betroffen", sagt Rosenthal und fordert jetzt die Prüfung einer Ausweitung des Lkw-Verbots.